Stadtlexikon Darmstadt

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Darmstadt

(siehe auch Stadtgeschichte) Die kreisfreie Wissenschaftsstadt DA hat als mittlere Großstadt etwa 160.000 Einwohner. Sie liegt 49° 52’ 21’’ nördlicher Breite, 8° 39’ 25’’ östlicher Länge, 141 Meter über NN (Luisenplatz). Die höchste Erhebung ist der Bismarckturm (263,6 Meter), das höchste Gebäude in der Stadt der Turm der St. Elisabethkirche (75,2 Meter). Das Stadtgebiet umfasst 12.210 Hektar, davon sind rund 47 Prozent mit Wald und Grünanlagen bedeckt; 823 Hektar davon stehen unter Naturschutz. Die Fließgewässer haben eine Gesamtlänge von 50 km, Seen und Teiche bedecken eine Wasserfläche von 80 Hektar. Die Stadtgrenzen sind 63,5 km lang. Die größte Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 17 km und von West nach Ost 15 km. DA liegt an der alten Handelsverbindung der „Bergstraße“ am nordwestlichen Übergang des Odenwalds in die Oberrheinische Tiefebene und wird deshalb auch das „Tor zum Odenwald“ genannt. 3 km westlich der Stadt kreuzen sich die Autobahnen A 5 und A 67 (Autobahn). Die Bundesstraßen B3, B26, B42 und B426 durchqueren oder berühren das Stadtgebiet. DA befindet sich im Schnittpunkt der Eisenbahnlinien Frankfurt/Heidelberg und Mainz/Aschaffenburg. Das städtische Straßennetz hat eine Länge von etwa 370 km, das Radwegenetz etwa 180 km. Die Stadtverwaltung wird geleitet vom Magistrat mit dem Oberbürgermeister an der Spitze, überwacht vom Stadtparlament, der Stadtverordnetenversammlung. DA hat 16 Partnerstädte.

Bevölkerungsentwicklung: Im Mittelalter hatte DA ca. 1.000-1.500 Einwohner. Die Zahl stieg auf etwa 2.000 Bewohner gegen Ende des 16. Jahrhunderts, ging im Dreißigjährigen Krieg auf unter 1.000 zurück, um danach allmählich wieder anzusteigen. Die erste genaue Einwohnerzahl liegt aus dem Jahr 1777 vor. Damals lebten 9.038 Menschen in DA. In den kommenden Jahrhunderten stieg die Einwohnerzahl mit Ausnahme des Zweiten Weltkriegs kontinuierlich an auf 16.818 (1816) – 24.679 (1834) – 32.519 (1861) – 36.115 (1867) – 51.302 (01.12 1885; DA und Bessungen zusammen) – 72.300 (01.12.1900) – 87.200 (01.12.1910) – 93.222 (16.06.1933) – 115.196 (17.05.1939; zusammen mit Eberstadt und Arheilgen) – 51.705 (01.03.1945 nach der Stadtzerstörung) – 85.275 (31.12.1948) – 104.391 (31.12.1951) – 135.902 (31.12.1960) – 141.883 (31.12.1970) – 139.712 (01.01.1977 nach der Eingemeindung Wixhausens und der Ausgemeindung St. Stephans) – 139.103 (31.12.2005) – 145.845 (Zensus 2011) - 159.197 (30.09.2016). Der Ausländeranteil, der sich in den 15 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen ein und zwei Prozent der Gesamtbevölkerung bewegte, stieg danach durch den Zuzug von Gastarbeitern kontinuierlich an auf 3,9 Prozent/5.418 Personen (31.12.1964) – 9,3/12.945 (31.12.1974) – 11,2/15.377 (31.12.1984) – 15,4/21.215 (31.12.1994) – 16,9/23.510 (31.12.2005) – 16,1/23.844 (31.12.2011) - 19,7/31.375 (30.09.2016), wobei das in DA stationierte Militär und Personen mit diplomatischem Status nicht mitgezählt sind.