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Posch, Alexander

Maler
* 21.06.1890 Bensheim-Schönberg
† 02.08.1950 Darmstadt
Nach einer Ausbildung als Glasmaler und dem Studium an der privaten Malschule von Adolf Beyer in DA erhielt Alexander Posch 1910 ein Stipendium des Landes Hessen für ein Studium an der Münchener Kunstakademie bei Julius Diez. Seine Studien setzte er später in Wien fort. Seit 1918 war Posch als freischaffender Künstler in DA tätig. 1920 gründete er gemeinsam mit Georg Breitwieser, Willi Hofferbert, Marcel Richter, Ulrich Hallerstede und Hartmuth Pfeil die Künstlervereinigung Darmstädter Gruppe. 1926 gehörte Posch zu den Mitbegründern des Reichsverbands Bildender Künstler Hessens. 1931 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. 1949 wurde er Mitglied der neu gegründeten Darmstädter Sezession. 1950 starb Posch inmitten der Vorbereitungen für eine umfangreiche Ausstellung im Hessischen Landesmuseum. Posch gehörte in DA zu den realistischen Künstlern des Nachexpressionismus. Er war ein wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit, der die Dinglichkeit der Welt flächig-objektivierend festhielt, in einer offenen, französisch
orientierten Farbigkeit. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof in DA.

Lit.: Alexander Posch, Ein Darmstädter Maler 1890-1950, Darmstadt 1990; Darmstädter Ehrengräber, Darmstadt 2016 (Darmstädter Schriften 105), S. 183-185.