Stadtlexikon Darmstadt

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Wirtschaftsförderung

In den Rankings der deutschen Wirtschaftspresse und den Veröffentlichungen der Europäischen Union wird DA stets eine Spitzenstellung in Wissenschaft, Wirtschaft und Hochtechnologie bescheinigt. Die Gründe hierfür liegen vornehmlich in der ausgewogenen und zukunftsorientierten Wirtschaftsstruktur der Wissenschaftsstadt DA mit einer hohen Zahl an qualifizierten Arbeitsplätzen (mehr als 127.000 Erwerbstätige bei über 154.000 Einwohnern). Für die kommunale Wirtschaftspolitik besteht die Herausforderung darin, den erreichten Spitzenplatz zu halten und die Zukunftsfähigkeit des Standorts weiter zu stärken. Die Wirtschaftsförderung ist darauf ausgerichtet, Stärken des Standorts weiter auszubauen, Schwächen zu vermindern und in der zunehmenden Flächenkonkurrenz in einer wachsenden Stadt gemeinsam mit den Planungsfachämtern moderierend zu wirken. Wirtschaftsförderung ist in diesem Zusammenhang Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklungsstrategie, die auf die ausgewogene Bereitstellung von Wohn- und Gewerbeflächen gleichermaßen abzielt und in einer Stadt der kurzen Wege, die Nähe von Wohnen und Arbeiten z.B. zugunsten hoher Flächeneffizienz und moderner Mobilitätskonzepte im Fokus hat. Auf der Basis einer starken Industrie mit international tätigen Unternehmen wie Merck, KAO Germany GmbH (Goldwell AG), Evonik Industries AG (vormals Röhm GmbH & Co. KG) oder den Nachfolgunternehmen der Schenck AG u. a. hat sich in DA eine breit gefächerte Handels- und Dienstleistungspalette entwickeln können, insbesondere unternehmensbezogene Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnologien, vornehmlich der Softwarebranche (T-Systems, Software AG, Computer Associates und 600 weitere IT-Unternehmen). Die positive Entwicklung gerade dieser Branchen ist zurückzuführen auf das hohe Wissenschaftspotenzial der Stadt: Technische Universität DA, Hochschule DA, drei Fraunhofer-Institute, das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Forschungseinrichtungen der Deutschen Telekom AG (FTZ), ESA/ESOC (European Space Operations Centre of the European Space Agency ESA) und Eumetsat (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites). DA verfügt mit seiner Industrie, seinen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, seinen internationalen Institutionen und Kulturinstituten sowie seinem hohen Wohn- und Freizeitwert und dank seiner strategisch günstigen Lage über hohe Entwicklungspotenziale und ist damit ein Prototyp der prosperierenden technologieorientierten mittleren Großstädte in Deutschland. Seit 2005 ist die Darmstädter Wirtschaftsförderung im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung angesiedelt.