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Johann Landgraf von Hessen-Braubach

* 17.06.1609 Darmstadt
† 01.04.1651 Ems
Namensgeber des „Landgraf-Johann-Hauses“ (Palais), das noch auf den Bildern des 19. Jahrhunderts die Nordostecke des Marktplatzes vor dem Residenzschloss (Schloss) bestimmte, war der zweite Sohn Landgraf Ludwigs V., der im Dreißigjährigen Krieg zunächst eine Kompanie spanischer Lanzenreiter kommandierte und 1631 als Obrist in die Dienste des Schweden-Königs Gustav Adolf trat. 1636 war er mit erneutem Frontwechsel Kommandeur der hessen-darmstädtischen Truppen im kaiserlichen Heer, und 1641/42 findet man ihn als Oberkommandierenden der braunschweig-lüneburgischen Truppen wieder im anderen Lager. Kurz darauf ließ er sich von Bruder Georg II. eine eigene Herrschaft in Braubach, dem Darmstädter Anteil der Niedergrafschaft Katzenelnbogen mit der Marksburg einrichten, lebte aber mit seiner Frau Johannetta von Sayn-Wittgenstein wohl auch weiterhin zumindest zeitweilig in DA.

Lit.: Haus Hessen. Biografisches Lexikon, hrsg. von Eckhart G. Franz (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission, NF 34), Darmstadt 2012, HD 13, S. 279.