Stadtlexikon Darmstadt

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Erich-Ollenhauer-Promenade
Die Promenade Mitte der 1960er Jahre, Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Die Erich-Ollenhauer-Promenade wurde 1960 als grüne Fußgängerverbindung vom Schloss über die Mathildenhöhe zur Rosenhöhe geplant. Ihr Herzstück, die Mathildenhöhe, war seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bereits unterschiedlichen Grünplanungen unterzogen worden. Nach dem Wiederaufbau der durch die Bombardierung DAs schwer betroffenen Mathildenhöhe lobte der Verein der Förderer Darmstädter Künstler 1960 einen Wettbewerb zur Neugestaltung der Grünanlagen aus. Im Vordergrund stand hierbei der Wunsch, eine durchgängig fußläufige Verbindung vom Schloss zur Rosenhöhe herzustellen. Den Wettbewerb gewannen die Hamburger Gartenarchitekten Kruspe, Manzelmann und Schake. Die von ihnen entworfene Fußgänger-Promenade wurde nur an der Pützerstraße vom Verkehr gekreuzt, eine Fußgängerbrücke sollte die Mathildenhöhe mit der Rosenhöhe verbinden. Zwischen den Rasenstücken von der Stiftstraße zum Platanenhain waren Ruhegärten und „Skatecken“ vorgesehen. Der gesamte Weg sollte einen einheitlichen Plattenbelag erhalten, auch vor der Mathildenhöhe und dem Hochzeitsturm. Zum Alexandraweg und im Norden sollte die Anlage eine Pergola abschließen. Der Entwurf wurde jedoch nur in Teilen umgesetzt und durch die Sanierungsarbeiten auf der Mathildenhöhe und den Bau des Darmstadtiums in den letzten Jahren weiter verändert. Heute wird die Promenade außerdem von einer Reihe von Skulpturen gesäumt (Grzimek).

Lit.: Kunst im öffentlichen Raum in Darmstadt 1641-1994. Hrsg. von Roland Dotzert und Klaus Wolbert. Bearb. von Emmy Hoch, Darmstadt 1994, S. 166f., 174f.