Stadtlexikon Darmstadt

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Waldbrünnchen
Bernhardsbrünnchen am Ruthsenbach (Bernhardsackerschneise) mit neu errichteter Schutzhütte, um 1930, Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Im Darmstädter Wald (Waldgeschichte) befinden sich 18 gefasste Quellen, die als Waldbrünnchen ganzjährig sprudeln. Die älteste Anlage ist der Drei-Röhren-Brunnen, Quelle des Meiereibachs, der ursprünglich den Marktbrunnen speiste. Um 1850, als der Erholungspark im Wald entstand, wurden verschiedene Brünnchen neu gefasst und nach Namen der großherzoglichen Familie benannt: Georgsbrunnen, Drei-Prinzen-Brunnen, Eleonorenbrunnen, Albertsbrunnen, Ludwigsbrunnen. Der Melitabrunnen südlich des Prinzenbergs verdankt sein Überleben wohl seiner abgeschiedenen Lage: Beim Tilgen aller Namensbezüge der 1901 geschiedenen Großherzogin Melita wurde das Melitabrünnchen wohl übersehen. Die übrigen Brunnen verdanken ihre Namen berühmten Darmstädter Persönlichkeiten (Kahlert, Wilbrand) oder sind nach Ereignissen (Diebsbrunnen) oder Anwohnern (Rücksbrünnchen) benannt.

Lit.: Holtzmann, Ernst: Darmstädter Waldbrünnchen, Darmstadt 1986.