Stadtlexikon Darmstadt

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Rehbock, Friedrich

Pianist, Kapellmeister, Klavierpädagoge
* 08.01.1861 Hannover
† 15.01.1940 Darmstadt
Friedrich Rehbock studierte von 1878 bis 1882 Klavier und Theorie bei Richard Metzdorf in Hannover, von 1882 bis 1884 in Weimar bei Franz Liszt Klavier und bei Sulze Komposition. Es folgten Konzertreisen. Große Erfolge errang er in Holland und Skandinavien, Niels Gade wurde sein Förderer. Er arbeitete auch am Hoftheater von Hannover. Von 1885 bis 1895 war Rehbock Kapellmeister am Deutschen Landestheater in Prag neben Dirigenten wie A. Seidel, G. Mahler, und K. Muck. Er wirkte an einer Nibelungenring-Inszenierung mit, die in St. Petersburg und Moskau aufgeführt wurde. Genauso bedeutende Inszenierungen waren die „Cavalleria“ und der „Barbier von Bagdad“ die auch in Berlin zur Aufführung kamen. Von 1895 bis 1905 war er als Kapellmeister am Darmstädter Hoftheater tätig, musste aber aus gesundheitlichen Gründen die Anstellung aufgeben. Rehbock prägte das Darmstädter Musikleben auch als Mitglied des Vorstands des Richard-Wagner-Vereins, als Dirigent des Mozartvereins (1905-35) und als Lehrkraft der Akademie für Tonkunst (1915-35). Er wurde in der Organisation der Reichsmusikkammer der Pflegschafter für Musikerziehung in der Landesleitung Hessen-Nassau. Zu seinen Schülern zählten Gustav Beck, Egon Pollack, Else C. Kraus, Hermann Kaiser und Friedrich Noack, zu seinen Freunden Willem de Haan, K. Muck, Michael Balling, Arnold Mendelssohn und der Stadtpfarrer W. Vogel.
Sein Sohn ist der Jurist Ernst Rehbock. Friedrich Rehbock wurde im Familiengrab in Hannover beigesetzt.