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Nohl, Rohrleitungs- und Haustechnik

Im März 1867 eröffnete Jacob Nohl (1841-1924) in der Bessunger Karlstraße eine Schlosserwerkstatt, die bereits ein Jahr später in einen Neubau in der Martinstraße verlegt wurde. Zunächst war das Unternehmen auf die Bautechnik für die Wasserversorgung spezialisiert. Bald kamen der Brunnenbau zur Wassererschließung von Städten, Gemeinden und Industrie, die Einrichtung von Sanitäranlagen und Zentralheizungen sowie Gas- und Elektroinstallationen hinzu. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Firma Nohl im ganzen Reichsgebiet tätig, nachdem man sich mit der Durchpressung von Schutzrohren zur Verlegung von Kanalisations-, Wasser- und Gasfernleitungen unter Eisenbahngleisen, Straßen und Fluglandebahnen einem neuen Spezialgebiet zugewandt hatte. In der Brandnacht wurden die Büroräume in der Martinstraße und ein Teil des Lagerplatzes an der Erbacher Straße zerstört. Noch 1945 erfolgte an alter Stelle der Wiederaufbau, wenige Jahre später wurden Niederlassungen in Rüsselsheim und Frankfurt/Main gegründet. 1998 wurden die Werkstätten, die technischen Büros und das Lager am Ostbahnhof nach Pfungstadt verlegt. Drei Jahre später kaufte die HEAG Versorgungs AG die Firma Nohl. Bis dahin wurde das Unternehmen in der vierten Generation als Familienunternehmen geführt. 2005 zog die Firma Nohl auf das Gelände der heutigen Entega am Dornheimer Weg.