Stadtlexikon Darmstadt

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Nodnagel, Ludwig Karl Gustav

Altphilologe, Geheimer Oberschulrat
* 01.05.1845 Darmstadt
† 22.09.1922 Darmstadt
Der Sohn des Gymnasiallehrers und Schriftstellers August Nodnagel, besuchte zunächst das Darmstädter Gymnasium und anschließend die Universität in Gießen. 1866 absolvierte er die sprachwissenschaftliche Staatsprüfung und wurde noch im gleichen Jahr Gymnasiallehrer in Dortmund. 1874 ließ er sich nach Bingen versetzen, 1879 an das Darmstädter Realgymnasium. 1882 wurde er Rektor der Groß-Umstädter Realschule, 1884 Rektor des Realgymnasium in Gießen, 1888 Rektor des Gymnasiums und der Realschule in Worms, wo er 1889 auch das neu gegründete pädagogische Seminar für hessische Oberlehrer übernahm. Mit seiner Versetzung nach DA als Rektor des Neuen Gymnasiums (1890, Ludwig-Georgs-Gymnasium) wurde auch das Seminar hierher verlagert. Als Nationalliberaler kandidierte Nodnagel 1898 für den Reichstag, ab Januar 1899 war er Stadtverordneter, im Juni des gleichen Jahres erfolgte die Berufung als Geheimer Oberschulrat in die Abteilung für Schulwesen des hessischen Innenministeriums, wo er sich besonders um die Entwicklung des Gymnasialschulwesens Anerkennung erwarb. Nebenamtlich übernahm er 1901 den Vorsitz der Zentralstelle für Landesstatistik (bis 1920). Auch nach seiner Pensionierung 1916 behielt er noch bis 1919 sein Mandat als Stadtverordneter der Nationalliberalen.