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Sigmund-Freud-Preis

Der „Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa“ wird seit 1964 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die in ihren Veröffentlichungen einen herausragenden Sprachstil pflegen und entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen. Mit dem Sigmund-Freud-Preis soll die Gattung gelehrter Prosa, die im deutschsprachigen Bereich weitaus weniger geschätzt ist als beispielsweise im angelsächsischen, gefördert werden. Gerade in der jüngeren Vergangenheit kommt diesem Ziel eine besondere Bedeutung zu, angesichts der insbesondere in den Naturwissenschaften vorherrschenden Tendenz, nur noch auf Englisch zu publizieren. Der Preis wird finanziert von der Entega-Stiftung DA (ehemals von der Hessischen Elektrizitäts AG) und jährlich während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in DA verliehen. Seit 2013 beträgt die Dotation 20.000 Euro.

Lit.: Geistesgegenwärtig. Johann-Heinrich-Merck-Preis und Sigmund-Freud-Preis 1964–2014: Szenen einer deutschen Kulturgeschichte. Mit einem Essay von Helmut Böttiger und einer Photoserie von Isolde Ohlbaum, hrsg. von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Göttingen 2015.