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Kempin, Kurt

Maler, Bühnenbildner
* 07.04.1874 Giebichenstein bei Halle/Saale
† 08.09.1972 Frankfurt/Main
Kurt Kempin wurde nach Besuch der Karlsruher Kunstakademie 1896 Dekorationsmaler am Darmstädter Hoftheater, dem er als leitender Bühnenbildner bis 1921 verpflichtet blieb. Anstelle der bis dahin üblichen illusionistischen Kulissenmalerei schuf er auf Anregung von Großherzog Ernst Ludwig für die Aufführung von Oscar Wildes „Salome“ 1907 eine stilisierte Bühne mit plastischen Aufbauten. Damit hielt die moderne Szenenkunst Einzug ins Darmstädter Hoftheater. 1915 wurde Kempin zum Professor ernannt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Darmstädter Landestheater war er vorwiegend als Maler tätig, mit Lehraufträgen an den Gewerbeschulen in DA und Bensheim. Sein bühnenkünstlerisches Werk – soweit es nach erheblichen Kriegsverlusten erhalten blieb – befindet sich heute in der Theatersammlung der Universitäts- und Landesbibliothek DA.
Kurt Kempin wurde auf dem Alten Friedhof in DA beigesetzt.