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Heckmann, Herbert

Schriftsteller, Literaturwissenschaftler
* 25.09.1930 Frankfurt/Main
† 18.10.1999 Frankfurt/Main (Begraben in Bad Vilbel)
Herbert Heckmann wuchs in Frankfurt/Main auf, besuchte dort die Volksschule und – bis zu dessen Zerstörung durch Fliegerbomben – das Goethe-Gymnasium. Nach dem Abitur in Gelnhausen studierte er Philosophie, Germanistik und Geschichte an der Universität Frankfurt/Main, wo er 1956 promovierte. 1958 bis 1963 war er wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Münster und Heidelberg und 1965 bis 1967 Gastdozent in den USA. Von 1980 bis 1995 war er Professor an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main. Erste literarische Arbeiten erschienen ab 1954 u. a. in der Zeitschrift „Akzente“; sein erster Roman, „Benjamin und seine Väter“ (1962) brachte ihm 1963 den Bremer Literaturpreis ein. Er trat mit zahlreichen Erzählungsbänden, Romanen, Kinderbüchern, Essays, Beiträgen für Funk und Fernsehen sowie durch rege Herausgebertätigkeit hervor. Als letztes, viel beachtetes größeres Werk erschien 1994 „Die Trauer meines Großvaters. Bilder einer Kindheit“. DA blieb er zeitlebens verbunden – nicht nur als Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (1982-96); er liebte die Stadt und war fester Bestandteil ihres kulturellen Lebens. Zu den zahlreichen Preisen, die er erhielt, zählen die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung (1990) und die Silberne Verdienstplakette (1996) der Stadt DA.

Lit.: Baldes, Dirk: Ein humoristischer Melancholiker. Das Werk Herbert Heckmanns, St. Ingbert 2006; Bücher, Bücher – meine Lust. Herbert Heckmann zum Sechzigsten. Eine Freundesgabe. Hrsg. von Hans Sarkowicz und Bettina Mähler, Bensheim 1990.