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Georgii, Walter

Meteorologe
* 12.08.1888 Meiningen
† 24.07.1968 München
Walter Georgii studierte in Leipzig und Jena und wurde 1913 mit einer Arbeit über „Das Klima von Meiningen in den Jahren 1878-1911“ promoviert. Nach der Habilitation für Meteorologie 1919 war er als Abteilungsvorstand bei der Deutschen Seewarte in Hamburg tätig, ehe er 1926 eine Professur für Flugmeteorologie an der TH Darmstadt erhielt und die Leitung der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug am Darmstädter Flughafen (Flugplätze) übernahm. Georgii initiierte im März 1930 in DA die erste wissenschaftliche Tagung über den Segelflug. Gleichzeitig wurde er 1937 mit der Leitung der Ingenieurschule für Luftfahrttechnik betraut. Bis 1945 war Georgii außerdem geschäftsführender Direktor der deutschen Luftfahrtforschung in Berlin. 1948 folgte er einem Ruf der argentinischen Regierung als beratender Meteorologe nach Buenos Aires und war 1950 bis 1955 Professor für Aerophysik und Leiter des Instituts für Segelflugforschung in Mendoza. Zuletzt war Georgii Leiter des Instituts für Flugforschung der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug in München. Er verfasste zahlreiche Werke zur Meteorologie und zur Segelflugforschung. 1954 erschien seine Autobiografie „Forschen und Fliegen“. Am 16.04.1997 wurde der Platz vor dem Flugplatz Griesheimer Sand nach ihm benannt.

Lit.: Deutsche Biographische Enzyklopädie, hrsg. von Walter Killy und Rudolf Vierhaus, Bd. 3, S. 634.