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Ingenieurschule für Luftfahrttechnik

Am 01.10.1937 wurde am August-Euler-Flugplatz DA (Flugplätze) die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik eröffnet, die begabten Metall-Facharbeitern ein Ingenieurstudium ermöglichte. Initiiert wurde die Gründung vom Reichsluftfahrtministerium. Organisatorisch war die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug und ihrem Leiter Walther Georgii unterstellt. Luftfahrttechnik war bis dahin an Hochschulen und anderen Ingenieurschulen nicht gelehrt worden. Die ersten drei Semester wurden nach dem allgemeinen Plan von Ingenieurschulen unterrichtet, danach erfolgte eine Spezialisierung entweder auf Flugzeugbau oder auf Flugmotorenbau. Die Absolventen sollten jedoch nicht im Flugzeugbau beschäftigt werden, sondern vorrangig in der Luftfahrtforschung. Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs übernahm die Luftwaffe den Griesheimer Flugplatz mit allen Einrichtungen. Die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik musste nach Thorn in Westpreußen umziehen und wurde später nach Stralsund und dann nach Wyk auf Föhr verlegt, wo man sie im September 1945 auflöste.