Stadtlexikon Darmstadt

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Ackermann, Karl

Lehrer, Heimatforscher
* 07.06.1917 Darmstadt
† 05.03.1999 Darmstadt
Nach dem Besuch der Schillerschule und der Liebigs-Oberrealschule legte Karl Ackermann 1937 das Abitur ab und absolvierte am Institut für Lehrerbildung am Ballonplatz eine Volksschullehrerausbildung. Nach der Entlassung aus dem Kriegsdienst 1945 arbeitete Ackermann zunächst im elterlichen Wäschereibetrieb an der Arheilger Straße und war von 1950 bis 1965 zunächst Lehrer an der Lessingschule, später Lehrer und Konrektor an der Mornewegschule. Ackermann war ein begeisterter Sportler – vor dem Zweiten Weltkrieg hessischer Meister im Stabhochsprung – und errang 1971 mit der Seniorenmannschaft von ORPLID DA den deutschen Meistertitel im Volleyball. Daneben fotografierte er seit 1937 mit wachsender Begeisterung. Auf seine Initiative hin brachte der Verlag Reinheimer mit dem Band „Denkwürdiges Darmstadt“ den ersten DA-Bildband nach Kriegsende heraus, zu dem Ackermann Vorkriegsfotografien des unzerstörten DAs (1937) und einen Teil der Aufnahmen nach der Zerstörung (1946/49) beisteuerte. Die Texte stammten von Kasimir Edschmid und Marie Frölich. Aus seiner schulpädagogischen Arbeit ging Ackermanns wohl bekannteste Publikation hervor: „Von der Wasserburg zur Großstadt. Darmstadts Entwicklung in 900 Jahren“, eine kurz gefasste Darstellung der Darmstädter Geschichte und Heimatkunde, 1952 erschienen und bis 1971 mehrfach nachgedruckt. Seinen fotografischen Nachlass bewahrt das Stadtarchiv DA auf.