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Donges SteelTec GmbH

Der Darmstädter Georg Theodor Donges erwarb 1872 eine Schlosserei in der Bleichstraße. Mit seinem Bruder Friedrich, zwei Gesellen und einem Lehrling zu Beginn, entwickelte sich die Darmstädter Eisenbauanstalt Georg Donges bereits um 1900 zu einer Firma mit 100 Mitarbeitern. 1897 wurde der Betrieb an den heutigen Standort Mainzer Straße verlegt. In den Folgejahren entstanden durch Donges in DA unter anderem die Gleisüberbauung des Hauptbahnhofs, die Brücke am Dornheimer Weg und das Gaswerk (Gasversorgung). Seit 1933 firmierte das Familienunternehmen als Donges Stahlbau GmbH. Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten 60 Franzosen und 100 Russen als Zwangsarbeiter bei Donges. 1953 errichtete das Unternehmen die Kuppel der St. Ludwigskirche neu. In den 1950er Jahren begann Donges als erstes deutsches Unternehmen mit dem typisierten Hallenbau. Seit Anfang der 1960er Jahre gehört die Firma zu den führenden Herstellern von Portal- und Brückenkranen bis 150 Tonnen Tragkraft. Hinzu kommen Stahlhochbau (z. B. Kraftwerke) und Stahlverbundbau (Geschossbau, Parkhäuser). Neuere Beispiele sind das Fußballstadion des SV Schalke 04 in Gelsenkirchen, die Willinger Skisprungschanze, der neue Berliner Hauptbahnhof und die Wartungshalle für den Airbus A380 am Frankfurter Flughafen. Für den Neubau der Maschinenhalle der TH Darmstadt wurde das Unternehmen 1978 mit dem Europäischen Stahlbaupreis ausgezeichnet. Seit 1998 wird der Georg-Donges-Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten an der TU Darmstadt auf dem Gebiet des Stahlbaus vergeben. Im März 2008 musste die Traditionsfirma mit rund 350 Beschäftigten Insolvenz anmelden und wurde von der Hitachi Power Europe GmbH, einer Tochter des japanischen Hitachi-Konzerns, übernommen und firmiert jetzt als „Donges SteelTec GmbH“.