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Deutscher Orden (OT)

Der während des dritten Kreuzzugs (1198/99) aus einer früheren Hospitalbruderschaft entstandene Orden (latein. Ordo Teutonicus OT), sah im Kampf gegen die Heiden und in der Pflege Verwundeter seine ursprüngliche Aufgabe. 1923 wurde der Deutsche Orden in einen klerikalen Orden („Deutschordenspriester“) umgewandelt, dem Deutschordensschwestern zugeordnet sind. Angehörige des vorwiegend im Osten beheimateten Ordens kamen 1949 aus dem Sudetenland nach DA. Sie eröffneten in St. Ludwig eine Niederlassung und halfen zunächst in der Seelsorge der Ortsgemeinde und im Bistum mit. 1950 übernahmen sie die neu gegründete Lokalkaplanei Heilig Kreuz in der Heimstättensiedlung und errichteten dort 1951/52 ein Konventsgebäude. Neben den Angehörigen des Männerordens gab es auch Deutschordensschwestern (bis 1986). In der Amtszeit von P. Beda Romanczyk (1905-1983, Pfarrer Heilig Kreuz 1961-71) konnte 1965 die Kirche Heilig Kreuz eingeweiht werden. Nachfolger P. Canisius Sauer (1936-1992, Pfarrer 1971-92) war von 1977 bis 1983 auch Prior der deutschen Ordensprovinz. Das Konventsgebäude wurde 1998 bis 1999 grundlegend saniert und umgebaut. Im Jahr 2014 zog sich der Deutsche Orden aus DA zurück. Der Leitsatz des Ordens lautet: „Helfen und Heilen“.

Lit.: Pfarrgemeinderat Heilig Kreuz Darmstadt (Hrsg.): 25 Jahre Pfarrkirche Heilig Kreuz Darmstadt, o. O. 1990.