Stadtlexikon Darmstadt

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Darmstadt, Schiffe
Einschiffung deutscher Truppen nach China an Bord des Norddeutschen Lloyd-Dampfers „Darmstadt“ in Bremerhaven, 31.08.1900, Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Folgende Schiffe trugen bisher den Namen DAs: Für die Deutsche Dampffischereigesellschaft „Nordsee“ baute die Werft Bremer Vulcan 1896 einen Fischdampfer mit dem Namen „Darmstadt“ mit 158 BRT, einer Länge von 32,3 m und einer Breite von 6,4 m. Am 30.09.1915 wurde das Schiff beim Fischfang von britischen Seestreitkräften versenkt. Im Herbst 1900 transportierte der Frachter „Darmstadt“ des Norddeutschen Lloyd deutsche Soldaten zur Niederschlagung des Boxeraufstands nach China. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. 1950 baute die Bremer Vulcan AG für die „Nordsee“ Deutsche Hochseefischerei GmbH ein Fischereimotorschiff, das am 12.09.1950 vom Stapel lief und von Bürgermeister Ernst Schroeder auf den Namen „Darmstadt“ getauft wurde. Es hatte 442 BRT, eine Länge von 51,54 m und eine Breite von 8,54 m. 22 Mann Besatzung konnten bis zu 5.500 Zentner Fisch anlanden, der im Nordatlantik gefangen wurde. Im Mai 1970 wurde das Schiff zum Abwracken verkauft. Am 03.04.1954 taufte Frau Alexandra Merck im Auftrag der Firma Merck einen unter der Flagge der Hamburg-Amerika-Linie betriebenen Frachter (Turbinenschiff) auf den Namen „Darmstadt“. Das 165 m lange und 19 m breite Schiff mit 7.044 BRT und 42 Mann Besatzung, das auch Passagiere aufnahm, steuerte hauptsächlich Indonesien, Afrika und die Ostküste Nordamerikas an. Im September/Oktober 1969 wurde das Patenschiff der Stadt DA den Bürgern in einer Ausstellung im Justus-Liebig-Haus vorgestellt, 1972 an eine österreichische Reederei verkauft. 1964 baute die Rickmers-Werft in Bremerhaven für die Nordatlantische Hochseefischerei GmbH das Fischereimotorschiff „Teutonia“ mit 981 BRT, einer Länge von 66,5 m und einer Breite von 10,4 m für 26 Mann Besatzung. 1975 wurde das Schiff an die „Nordsee“ Deutsche Hochseefischerei GmbH verkauft und am 12.02.1975 in „Darmstadt“ umgetauft. Nach dem Weiterverkauf an eine chilenische Reederei 1984 erhielt das Schiff den Namen Polaris. Am 27.01.1973 taufte OB Heinz Winfried Sabais in Düsseldorf einen Rettungskreuzer der DLRG, den die Darmstädter Firma Heim gebaut hatte, auf den Namen „Darmstadt“. Der 1977 von der Bremer Seebeck-Werft gebaute Fisch-Trawler „Bürgermeister Smidt“ wurde 1992 nach der Übernahme durch die Deutsche Seefischerei Bremerhaven in „Darmstadt“ umgetauft, erhielt aber bereits ein Jahr später nach dem Verkauf nach Chile den neuen Namen Biomar III. Das Schiff hatte 940 BRT bei einer Länge von 47,5 m und einer Breite von 11 m und 13 Mann Besatzung.

Lit.: Petermann, Gustav, A.: Bei Vollmond wird der Rotbarsch süchtig. Mit FMS „Darmstadt“ im Kabeljaukrieg vor Island, Darmstadt 2004.