Stadtlexikon Darmstadt

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Wiest, Autohaus

Zwei junge Unternehmer, Jakob Donges (Techniker) und Josef Wiest (Kaufmann), gründeten 1896 die Firma J. Donges und Wiest mit Sitz in der Darmstädter Grafenstraße 26. Ihre Tätigkeitsfelder waren Handel und Wartung von Fahrrädern, Nähmaschinen und Schreibmaschinen. Schon 1899 schied Donges durch Tod aus dem Unternehmen aus. Im Jahr 1900 wurde das erste Automobil, ein Maurer-Union, verkauft. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich der Handel mit Motorrädern und Kraftfahrzeugen zum wichtigsten Standbein der Firma. 1930 wurden größere Geschäftsräume an der Heinrichstraße 52 angekauft. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vertrat das Unternehmen die Marken BMW, NSU und NSU-Fiat. Der vollständigen Zerstörung des Betriebs im September 1944 folgte ab Frühjahr 1945 der Wiederaufbau durch die Söhne des Gründers, Erich und Geo Wiest. Auftrieb gab der Großhandelsvertrag für DA und die Starkenburger Landkreise, der 1948 mit dem Volkswagenwerk abgeschlossen wurde. Erweiterungen an der Heinrichstraße reichten bald nicht mehr aus, weitere Betriebe wurden im neu erschlossenen Gewerbegebiet Südwest an der Riedstraße (1957) und der Hilpertstraße (1965) errichtet. Inzwischen waren auch die Marken Audi und Porsche ins Verkaufssortiment aufgenommen worden. Ende der 1990er Jahre wurden die Betriebsstätten Hilpert- und Riedstraße von den Enkeln des Firmengründers, Annegret Nitsche-Wiest und Ekkehard Wiest, grundlegend umgestaltet. Heute werden in fünf Betrieben an der Hilpertstraße Neufahrzeuge von Audi, Porsche, Škoda, Volkswagen und Gebrauchtfahrzeuge verkauft und gewartet. Der Betrieb Riedstraße beherbergt ein Nutzfahrzeugzentrum sowie eine Karosserie- und Lackierwerkstatt. In Bensheim (Bergstraße) unterhält das Autohaus einen Volkswagen/Audi-Zweigbetrieb. Insgesamt werden 320 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 50 Auszubildende.