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Schepp-Allee
Stadtarchiv Darmstadt

Die heutige Schepp-Allee wurde im Westen DAs als Allee von Landgraf Ernst Ludwig angelegt und führte zum 1713 errichteten Jagdhaus „Griesheimer Haus“. Die merkwürdig gewachsenen Kiefern entstanden angeblich aus einer Kiefernpflanzung, aus der man durch Auslichtung und Auswahl die merkwürdigsten Stammformen in eine Allee umformte. Die Jahresringe eines etwa 1875 gefällten Baumes deuteten auf eine Pflanzung der Allee etwa im Jahre 1714 hin. Es gibt noch weitere Vermutungen über die Entstehung der Allee – so seien die krummen Bäume durch die Fresskünste eines kleinen Käfers entstanden – jedoch keine gesicherten Erkenntnisse. Auf dem Hill’schen Prospekt (1775, Johann Jakob Hill) wurde die Schepp-Allee als „Tannen-Allee auf der Stadtschnais“ bezeichnet. Der offizielle Name der Schepp-Allee seit ihrer Einbeziehung in das bebaute Stadtgebiet um 1860 war „Stadtallee“, im Volksmund wurde sie Schepp-Allee genannt, seit 1932 ist dies auch die offizielle Bezeichnung der Straße. 1879 waren noch 210 „scheppe“ Kiefern vorhanden, 1905 noch 114. Sie wurden nach und nach vom Verschönerungsverein (Stadtwerbung) durch Kastanien ersetzt.

Lit.: Walther, Philipp A.: Darmstädter Historische Kleinigkeiten, Darmstadt 1879, S. 329-332; Möbus, Walter: Bessunger Lesebuch, Darmstadt 1987, S. 198f.