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Samesreuther, Ernst

Architekt, Archäologe
* 05.02.1908 Darmstadt
07.04.1995 Darmstadt
Ernst Samesreuther besuchte in DA das Ludwig-Georgs-Gymnasium und studierte anschließend bei Paul Meißner, Heinrich Walbe und Karl Roth Architektur an der TH Darmstadt, wo er 1932 sein Studium mit dem Diplom abschloss. Anschließend machte sich Samesreuther mit einem Büro im Ernst-Ludwig-Haus (MKKD) selbstständig. Aufgrund der schlechten Auftragslage entschloss er sich, 1931/32 als Mitarbeiter der hessischen Bodendenkmalpflege an Ausgrabungen in Lorsch teilzunehmen. In den darauf folgenden Jahren leitete er mehrere Grabungen in Deutschland und promovierte 1937 über das Thema „Römische Wasserleitungen im Rheinland“. 1938 bis 1940 erhielt Samesreuther ein Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts und nahm an Ausgrabungen in der Türkei, Ägypten, Palästina, Syrien, Griechenland und Italien teil, von denen er einige leitete. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1941 übernahm er die Aufgabe eines Gruppenbauleiters beim Bau der Reichsautobahn, ging aber dann 1942/43 mit der Organisation Todt nach Russland. 1944 wurde Samesreuther zum Wehrdienst eingezogen und verlor nach schwerer Verwundung ein Bein. Nach seiner Rückkehr nach DA arbeitete er wieder als freier Architekt. Zu seinen Bauwerken in DA zählen das Alice-Hospital (Wiederaufbau), die Sparkasse am Luisenplatz und die Sporthalle am Böllenfalltor. In den 1960er Jahren spezialisierte sich Samesreuther auf den Bau von Sportstätten. 1959 bis 1967 war er Vorsitzender der Bezirksgruppe DA-Starkenburg im Bund Deutscher Architekten.