Stadtlexikon Darmstadt

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Oberfeld
Oberfeld 2010, Foto: Sabine Lemke

Das Oberfeld im Osten DAs südlich der Dieburger Straße – der Name „Oberfeld“ wurde erst im 19. Jahrhundert geläufig – entstand als mittelalterliche Rodungsinsel vermutlich im 14. Jahrhundert, um für die wachsende Darmstädter Bevölkerung zusätzliche Ackerflächen zu gewinnen. Eine weitere Nutzung stellte die Steinhauerei dar. Im Süden des Oberfelds wurden seit dem 16. Jahrhundert Steinbrüche betrieben. Außerdem wurde nach Kupfer und Eisenerz geschürft. Entlang des Waldrands legte man im 17. Jahrhundert Gräben bzw. Zäune an, um die Felder gegen das austretende Wild zu schützen. Seit dem späten 19. Jahrhundert entdeckten die Darmstädter das Oberfeld und den umgebenden Wald als Ausflugsziel. Der Verschönerungsverein (Stadtwerbung) legte Fußwege an und stellte Ruhebänke auf. Bis heute wird das Oberfeld von den Darmstädtern als Naherholungsziel genutzt, in den letzten Jahren verstärkt, seit die Erneuerung der Rosenhöhe eine direkte Wegeverbindung zum Oberfeld geschaffen hat und der Betrieb des Hofguts Oberfeld (Hofmeierei) die Ackerflächen mit vielerlei Feldfrüchten bebaut, die Wiesen mit einer Rinderherde beweidet und durch vielerlei Initiativen einen neuen Anziehungspunkt für Groß und Klein bildet.

Lit.: Walz, Karin: Das Oberfeld in Darmstadt. Eine Stadt und ihr Feld, Darmstadt 2010.