Stadtlexikon Darmstadt

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Kunsthalle
Die Kunsthalle nach der Eröffnung 1957, Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Die Darmstädter Kunsthalle am Steubenplatz ist das Ausstellungsgebäude des Darmstädter Kunstvereins. Sie wurde 1957 nach den Plänen des Architekten Theo Pabst errichtet und ersetzt die alte 1889 von Hermann Müller erbaute Kunsthalle am Rheintor (Stadttore), die 1944 in der Brandnacht zerstört worden war. Zum 150-jährigen Bestehen des Darmstädter Kunstvereins erhielt die Kunsthalle 1986/87 nach den Plänen des Architekten Hans-Henning Heinz eine Erweiterung nach Norden. Der in den frühen 1960er Jahren abgetragene und im städtischen Bauhof gelagerte Portikus des nördlichen Rheintors, der schon in dem Gebäude der alten Kunsthalle integriert war, wurde an der Rheinstraße wieder aufgebaut. Er bildet heute mit den sich anschließenden Abgrenzungen des Vorplatzes einen Innenhof, der als Skulpturengarten genutzt wird. Nach dem Bezug des Neubaus haben die hauptamtlichen Direktoren der Kunsthalle, Hans G. Sperlich (1958-1986), Dorit Marhenke (1987-1999), Claus K. Netuschil (2000), Peter Joch (2001-2014) und Léon Krempel (seit 2014) bis heute über 400 Ausstellungen organisiert.

Lit.: Kleinstück, Carola: 150 Jahre Kunstverein, Darmstadt 1987.