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Goethe-Denkmal
Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Landgräfin Karoline versammelte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts den Kreis der Empfindsamen um sich, dem u. a. Johann Heinrich Merck, Johann Wolfgang Goethe und Caroline Flachsland angehörten. An diesen Kreis soll das 1903 geschaffene Goethe-Denkmal im Herrngarten erinnern. Es wurde vom Darmstädter Journalisten- und Schriftstellerverein in Auftrag gegeben, der architektonische Entwurf stammt von Adolf Zeller, die Plastik schuf Ludwig Habich. Das Denkmal stellt einen Jüngling („Genius“) dar, der auf einem Marmorsockel steht, dessen Seiten Medaillons von Merck, Goethe und Flachsland zieren. Merck war ein enger Freund Goethes und Caroline Flachsland die Frau von Johann Gottfried Herder und eine der Musen des Kreises. Umgeben ist die Statue von einer rückwärtig geschlossenen Zierpergola mit ionischen Säulen und einem niedrigen Halbkreis. Auf der Rückwand ist ein Zitat aus Goethes „Faust“ zu lesen. 1999 wurde das Denkmal restauriert. Im Jahr 2008 wurde die Holzpergola durch den Rotary Club Darmstadt erneuert.

Lit.: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Stadt Darmstadt. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt – Denkmalschutzbehörde – Braunschweig, Wiesbaden 1994, S. 89; Kunst im öffentlichen Raum in Darmstadt 1641–1994. Hrsg. von Roland Dotzert und Klaus Wolbert. Bearb. von Emmy Hoch, Darmstadt 1994, S. 56f.