Stadtlexikon Darmstadt

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St. Josef

(Kath. Pfarrei, DA-Eberstadt, Schwanenstraße 52-56) Erste kath. Gottesdienste nach der Reformation gab es in Eberstadt wieder seit 1875. 1907 wurde die Pfarrei St. Josef aus den südlichen Gebieten von St. Ludwig gebildet. Der erste Pfarrer, Joseph Daus, hatte das vorrangige Ziel, für die mittlerweile ca. 450 Katholiken eine eigene Kirche zu bauen. Nach Plänen des Diözesanbaumeisters Ludwig Becker ist in den Jahren 1910/11 die neugotische Kirche errichtet und an Pfingsten 1911 durch Dekan Friedrich Elz benediziert worden. Es folgten der Bau der Sakristei, des Pfarrhauses und 1914 der des Schwesternhauses. Die neugotischen Altäre stammen aus der Kunstwerkstätte Georg Busch, Steinheim/Main. Die Fenster sind bis auf die Rosette mit den sieben Gaben des hl. Geistes (heute über dem Haupteingang) und ein Maßwerkfenster auf der östlichen Seite im Krieg zerstört worden. Die Orgel geht in ihren ältesten Teilen auf Orgelbauer Bernhard Dreymann, Mainz, zurück und stammt aus Rodheim v. d. H. Der Turm wurde 1933/34 errichtet. Nachdem die Kirche von Architekt Ulrich Craemer, DA, in der Amtszeit von Pfarrer Anton Mohr renoviert und umgestaltet worden war (Emporeneinbau etc.), fand am 07.11.1954 die eigentliche Konsekration durch Bischof Albert Stohr aus Mainz statt. 1989 wurde ein Pfarrzentrum erstellt; ein Jahr später folgte ein Anbau zur Erweiterung der Kirche bzw. für Werktags- und Gruppengottesdienste. Von Oktober 2011 bis Mai 2012 wurde die Kirche saniert und renoviert. Fast 3.000 Mitglieder umfasste die Gemeinde im Jahr 2014.

Lit.: Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Josef (Hrsg.): 90 Jahre Pfarrkirche St. Josef Darmstadt-Eberstadt 1911-2001, Darmstadt 2001.