Stadtlexikon Darmstadt

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Scriba, Heinrich Eduard

Pfarrer, Historiker
* 08.10.1802 Darmstadt
† 03.12.1857 Nieder-Beerbach
Der Sohn des Staatsrats Johann Georg Scriba besuchte 1812 bis 1821 das Gymnasium in DA und studierte bis 1824 Theologie in Gießen. Nach einer Lehrtätigkeit in DA 1826 bis 1833, u. a. an der Stadtmädchenschule, war Scriba 1833 bis 1836 Vikar in Seeheim, dann Verwalter der Pfarrei Hahn und des Dekanats Pfungstadt, um dann ab dem 24.06.1836 in Messel seine erste Pfarrstelle zu bekleiden. Seit dem 06.05.1850 war er Pfarrer zu Nieder-Beerbach. Scriba war ein begeisterter Historiker und Gründungsmitglied sowie Mitarbeiter des Historischen Vereins für Hessen. Von seinen zahlreichen Publikationen haben die „Regesten der bis jetzt gedruckten Urkunden zur Landes- und Ortsgeschichte des Großherzogtums Hessen“ (3 Bde., DA 1847-1851 mit mehreren Nachträgen) bis heute Bedeutung. Daneben verfasste er u. a. ein „Biographisch-literarisches Lexikon der Schriftsteller des Großherzogtums Hessen“ (2 Bde., DA 1831-1843) und eine „Geschichte der ehemaligen Burg und Herrschaft Frankenstein“ (DA 1853). Für sein Oeuvre erhielt Scriba am 26.06.1854 die goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirtschaft.

Lit.: Allgemeine Deutsche Biographie. Hrsg. durch die historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften, Bd. 33, S. 485.