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Leibgardistendenkmal
Leibgardistendenkmal, um 1936, Foto: Ernst Luckow, Stadtarchiv Darmstadt

Das Leibgardistendenkmal steht in einer Nische vor der nördlichen Schlossmauer am Friedensplatz und zeigt einen durch zwei Pfeile tödlich verwundeten Löwen auf einem sich nach oben verjüngenden Sandsteinsockel. Es wurde 1928 von Heinrich Jobst zur Erinnerung an die Gefallenen des Darmstädter Leibgarde-Regiments 115 im Ersten Weltkrieg geschaffen. Die Namen der Schlachtorte sind auf der rechten Sockelseite eingetragen, auf der linken Seite sind die Gefallenen und Vermissten aufgelistet. 1952 wurde der im Krieg beschädigte Sockel unter Leitung des Bildhauers Hans Scheibel restauriert. Zum Gedächtnis an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs wurden 1958 in der Mauer links und rechts des Denkmals die Schlachtorte 1939-1945 eingetragen. 2003 konnte einer der beiden Speere, der im Laufe der Zeit verschwunden war, durch einen Nachbau ersetzt werden.

Lit.: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Stadt Darmstadt. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt – Denkmalschutzbehörde – Braunschweig, Wiesbaden 1994, S. 85; Kunst im öffentlichen Raum in Darmstadt 1641–1994. Hrsg. von Roland Dotzert und Klaus Wolbert. Bearb. von Emmy Hoch, Darmstadt 1994, S. 92f.