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Lander, Helmut

Bildhauer, Maler, Grafiker
* 31.10.1924 Weimar
† 22.10.2013 Darmstadt
Helmut Lander studierte von 1946 bis 1950 Malerei an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar bei Hermann Kirchberger, Alfred Schäfer-Ast und Otto Herbig. 1951 kam er nach DA und besuchte hier 1952 zum Studium der Baukeramik die Werkkunstschule. Im selben Jahr wurde Lander Mitglied der Neuen Darmstädter Sezession. 1971 lehrte er an der TH Darmstadt im Fachbereich Plastisches Gestalten. Zahlreiche Auslandsstudienreisen führten den Künstler u. a. nach Mexiko, Indien, Lappland und Nepal. Lander war zunächst als Maler und Zeichner tätig; es entstanden aber auch architekturgebundene Werke wie Kirchenfenster, Mosaiken und Betonreliefs als Kunst am Bau. Seit 1967 überwogen plastische Arbeiten. Der anfangs abstrakt arbeitende Künstler fand Mitte der 1970er Jahre mit einer reduzierten Formensprache zur Gegenständlichkeit und konzentrierte sich seither auf die Darstellung des menschlichen Körpers und des Kopfes. Zahlreiche Arbeiten des 1994 mit dem Ernst-Rietschel-Kunstpreis ausgezeichneten Bildhauers befinden sich im öffentlichen Raum und im Besitz öffentlicher Sammlungen.

Lit.: Marhenke, Dorit (Red.): Helmut Lander. Malerei-Zeichnung-Plastik. Kunst und Architektur 1944-1994, Darmstadt 1994.