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Kaufmann, Julius
Julius Kaufmann, Radierung von Else Pfister-Kaufmann, 1918, Stadtarchiv Darmstadt

Maler, Grafiker
* 10.04.1895 Altkirch/Oberelsass
† 21.12.1968 Webern/Odenwald
Nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Straßburg bei Georg Daubner und Carl Jordan studierte Julius Kaufmann in Kassel und Karlsruhe sowie an der Colarossi-Akademie in Paris. 1918 heiratete er die Malerin Elsa Pfister-Kaufmann, mit der er 1920 nach DA zog. Im darauf folgenden Jahr beteiligte sich Kaufmann an der Jahresausstellung der Darmstädter Gruppe und an der „Internationalen Ausstellung moderner Kunst“ in Genf. Er war Mitarbeiter der expressionistischen Zeitschrift „Die Aktion“. In der Brandnacht 1944 wurden das Atelier des Künstlers und ein großer Teil seiner Werke zerstört. Bis zu seinem Tod lebte Kaufmann zurückgezogen in Webern/Odwald. Er malte vorwiegend Landschaftsbilder und Seestücke, widmete sich der Federzeichnung und schuf zahlreiche Buchillustrationen.

Lit.: Rady, Ottilie: Elsa Pfister-Kaufmann, Julius Kaufmann, Frankfurt 1939; Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Ulrich Thieme und Felix Becker, Bd. 20, S. 15.