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Katholisches Bildungszentrum NR 30

Wegen seiner Lage an der Nieder-Ramstädter-Straße 30 wurde der im Zweiten Weltkrieg untergegangene Teil des Klosters der Barmherzigen Schwestern im Volksmund „NR 30“ genannt. Hier errichtete die Diözese Mainz Ende der 1960er Jahre einen Gebäudekomplex, in dem das Katholische Bildungszentrum untergebracht wurde. Die Initiative zur Errichtung einer Bildungsstätte ging vom Mainzer Diözesanbischof Hermann Volk aus. Ferner entstanden dort die Kath. Hochschulgemeinde, die Niederlassung der Jesuiten, die Friedrich-Dessauer-Bibliothek und die Arbeitsstelle für Religionspädagogik. Das Katholische Bildungszentrum, dessen erster Leiter Werner Bulst war, ist am 19.04.1969 eingeweiht worden. Sollte das Haus ursprünglich v. a. der theologischen Erwachsenenbildung, der Glaubensinformation, der Priester- und Lehrerfortbildung sowie der Vereinsarbeit dienen, so trat im Laufe der Zeit die allgemeine Erwachsenenbildung immer stärker in den Vordergrund. Wenngleich die theologische Erwachsenenbildung den Vorrang behielt, so kamen Angebote an meditativen, kunstgeschichtlichen und literarischen Veranstaltungen (von 1969-2001 bestand der Ökumenische Literaturkreis) sowie Kurse zur Lebensgestaltung hinzu. In dem Bildungshaus, das von 1981 bis 2011 von Godehard Lehwark geleitet wurde, haben auch die kath. Verbände einen großen Teil ihrer Veranstaltung durchgeführt ( Bund Neudeutschland, Kath. Deutscher Frauenbund, Kolpingsfamilie, KKV Constantia). Seit 1993 wird halbjährlich ein Programmheft herausgegeben, in dem die für alle Interessenten offenen Veranstaltungen des Katholischen Bildungszentrums wie auch Veranstaltungen des Kath. Dekanats DA aufgeführt werden. Unter neuer Leitung hat sich das Angebot des Hauses schwerpunktmäßig verschoben von theologischen Veranstaltungen hin zur Behandlung von mehr biblischen Themen, zu Qualifikationen im Bereich von Ehrenamt und Beruf sowie zu Angeboten zur Entspannung. 2005/06 erfolgte ein grundlegender Umbau des größten Teils des Gebäudekomplexes.