Stadtlexikon Darmstadt

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Katholische Hochschulgemeinde (KHG)

(Nieder-Ramstädter-Straße 30) Da der Auftrag der „Kirche an der Hochschule“ alle an der Hochschule Tätigen umfasst, wurde – wie vielerorts – die Kath. Studentengemeinde (KSG) Darmstadt 1969 in „KHG“ umbenannt. Sie wird von einem Priester geleitet. In den Organen der Mitbestimmung (Gemeindeversammlung, Gemeinderat) kommt die Mitverantwortung der Gemeindeglieder zum Ausdruck. Der wohl erste kath. Studentenpfarrer in DA war in den Jahren von 1912 bis 1922 Wilhelm Schleußner (1860-1927), der von Adam Gottron unterstützt wurde. Viele Jahre war die Studentenseelsorge eng mit St. Ludwig verbunden, besonders durch Valentin Degen. Nach dem Krieg organisierte er eine Mensa auf dem Gelände der Barmherzigen Schwestern; Studenten halfen mit beim Wiederaufbau der Kapelle. Das Pfarrhaus von St. Ludwig wurde ab 1949 zum Zentrum der KSG und die Kapelle bzw. später St. Ludwig selbst zum Gottesdienstort. Als die Jesuiten 1963 nach DA berufen wurden, leiteten Mitglieder dieses Ordens 14 Jahre lang die Studentenseelsorge, die ihren Sitz zunächst in der Feldbergstraße 32 (St. Fidelis) hatte. 1969 zog die KHG in die Nieder-Ramstädter-Straße 30 um und feierte ihre Gottesdienste nun im Saal. Seit 2009 finden die Sonntagsgottesdienste in der neu errichteten St. Josefskapelle der Barmherzigen Schwestern statt, die im Zuge des grundlegenden Umbaus des benachbarten Altenheims St. Josef entstanden ist. Ein Wohnheim für Studierende besteht seit 1981/82 in der Feldbergstraße 32. Seit 1977 wird die KHG wieder von einem Diözesanpriester geleitet. Wenn auch mit Unterbrechungen, gibt es seit 1961 ein zusammen mit der Ev. Studierenden- und Hochschulgemeinde herausgegebenes Programmheft und seit Ende der 1960er Jahre ökumenische Gottesdienste sowie gemeinsame Veranstaltungen.