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Brunnebütt

Der alte Bessunger Gemeindebrunnen („Biet“) lag vermutlich an der Einmündung der Ludwigshöhstraße in die Bessunger Straße. 1585 wurde er erstmals erwähnt. Die jetzige Brunnebütt am Forstmeisterplatz kann erst nach dem Umbau des Bessunger Jagdhofs zur Kaserne 1790 entstanden sein. 1825 erhielt sie ihr heutiges Gesicht. Der Sandsteinbrunnen besteht aus einem großen, lang gestreckten trogartigen Becken und einer in klassischen Formen behauenen Sandsteinsäule, die seit dem Wiederaufbau des Brunnens eine schmiedeeiserne Laterne trägt. Sein Wasser erhält das Becken aus dem Bessunger Wiesenbrunnen. Drei Laufbrunnen zum Tränken der Pferde waren in Bessungen gebaut worden, die Brunnebütt ist als einziger erhalten geblieben. Nach dem Krieg hatte sich eine Bürgergruppe für den Wiederaufbau des Bessunger Wahrzeichens eingesetzt. 1952 wurde die restaurierte Brunnebütt wieder eingeweiht.

Lit.: Engels, Peter: Geschichte Bessungens, Darmstadt 2002 (Darmstädter Schriften 83), S. 92; Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Stadt Darmstadt. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt – Denkmalschutzbehörde – Braunschweig, Wiesbaden 1994, S. 449.