Stadtlexikon Darmstadt

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Bessunger Kies

Erstmals erwähnt wurde der Bessunger Kies im Jahr 1701. Im 18. Jahrhundert erlebte die Kiesförderung im Zusammenhang mit den großen fürstlichen Bauvorhaben eine Blütezeit. Neue Kiesgruben wurden angelegt: die heute noch bestehende Kiesgrube im Süden Bessungens und eine Kiesgrube an der Nieder-Ramstädter Straße in der Nähe des Herdwegs. Auch am Steinberg (Steinbergviertel) entstanden mehrere kleine Kiesgruben, die zum Teil bis ins 20. Jahrhundert bestanden. Nur mit Mühe konnte der Darmstädter Verschönerungsverein im späten 19. Jahrhundert das Abbaggern der Kraftsruhe durch die Kiesgrubenbesitzer verhindern. Die letzte Kiesgrube hinter der Radrennbahn gelangte nach dem Ersten Weltkrieg in den Besitz der Firma Mitteldorf, die hier bis 1978 „1a goldgelben Bessunger Kies“ förderte.