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Widmann, Ernst

Pfarrer, Kirchenrat
* 29.03.1853 Akropong/Westafrika
† 16.05.1914 Darmstadt
Ernst Widmann wurde als Sohn des Missionars Georg Widmann in Westafrika geboren. Er war nach dem Studium der Ev. Theologie 1877 bis 1878 Pfarrverwalter in Hain-Gründau und Herrnhaag, von 1878 bis 1880 Pfarrvikar, dann 1880 bis 1893 Pfarrer in Büdingen. In der Martinsgemeinde in DA wirkte er – mit Max Rieger freundschaftlich verbunden – von 1893 bis zu seinem Tod 1914. Er trug als Seelsorger sehr zum weiteren Ausbau der Gemeindearbeit bei, zusammen mit den hier zahlreichen „Gemeinschafts-Christen“. Als Nachfolger des Zwingenberger Dekans Kirchenrat D. Christian Stromberger (1826-1900) übernahm Widmann 1895 den Vorsitz im hessischen Ausschuss der Südwestdeutschen Konferenz der Inneren Mission, in der damals die Landesverbände der Inneren Mission in Hessen, Baden, der bayrischen Pfalz, Württemberg und Elsass-Lothringen vereinigt waren. Als Vorsitzender der „Kommission zur Fürsorge für die hessischen Epileptischen“ trug Widmann wesentlich zur Entstehung der Nieder-Ramstädter Anstalten bei, die im Oktober 1900 eröffnet wurden, und hatte als Vorsitzender des Landesausschusses Anteil am weiteren Ausbau.

Lit.: Gunkel, Hermann: Geschichte der Nieder-Ramstädter Heime der Inneren Mission, Mühltal 1996, S. 27, 263.