Stadtlexikon Darmstadt

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Stahl, Carl Heinrich Hermann

Maler
* 13.05.1824 Darmstadt
† 13.11.1848 Darmstadt
In DA erhielt Carl Heinrich Hermann Stahl ersten Unterricht bei dem Kupferstecher Ernst Rauch, bei dem er nach Gipsvorlagen und nach lebendem Modell zeichnete. Von 1842 bis 1846 studierte er bei Theodor Hildebrandt und Wilhelm Schadow an der Düsseldorfer Akademie. 1846 kehrte Stahl nach DA zurück und verdiente seinen Lebensunterhalt mit Porträtaufträgen. Im gleichen Jahr gehörte er, neben Heinrich Felsing, zu den Mitbegründern der Turngemeinde DA (TSG Darmstadt 1846). Im Herbst 1847 hatte er sich eine Reise nach Belgien vorgenommen, um dort seine Studien, vor allem im Fach der Historienmalerei zu beenden. Stattdessen entschloss er sich zu einem dreimonatigen Aufenthalt in Paris, der für den jungen Maler zu einem richtungsweisenden Erlebnis wurde. Er studierte die Bilder im Louvre und im Palais Luxembourg und fertigte Kopien an. Stahl malte, neben Bildnissen – ein herausragendes Beispiel ist das Selbstbildnis, das sich im Hessischen Landesmuseum befindet – vor allem Historienbilder und mythologische Szenen. Sein ausgeprägtes künstlerisches Talent weckte die größten Hoffnungen, die durch seinen frühen Tod unerfüllt bleiben mussten. Die Qualität seiner Malerei lässt sich an dem schmalen erhaltenden Werk ermessen.

Lit.: Haupt, Jürgen: Handzeichnungen und Bilder von Carl Stahl. 1984-1848, Darmstadt 1901.