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Philipp, Wilhelm

Maler, Zeichner
* 02.09.1906 Posen
† 08.10.1993 Darmstadt
Nach einer kaufmännischen Lehre studierte Wilhelm Philipp von 1925 bis 1929 bei den Professoren Oskar Moll, von Kardorff, Paul Holz und Otto Müller an der Breslauer Akademie. 1927 unterbrach er seine Studien, um das Bauhaus zu besuchen. Wesentliche Anregungen erhielt er vor allem durch Kandinsky, Klee und Albers. Sein Studium an der Vereinigten Staatsschule Berlin (1928-34) schloss er mit der Meisterschulprüfung ab. Im Dritten Reich wurden Philipps Bilder aus Museen und Ausstellungen als „entartete Kunst“ entfernt. Seinen Lebensunterhalt sicherte er als Dekorationsmaler bei Film, Presse und Akademiebällen in Breslau und Berlin. Parallel dazu gab er Unterricht an Volkshochschulen.
1948 übersiedelte Philipp in die Bundesrepublik Deutschland und lebte seit 1954 in DA. Philipp, der malende Taxifahrer oder Taxi fahrende Maler, schuf eine Bilderwelt voller Heiterkeit. Die Welt der Clowns, des Zirkus’ und des Varietés waren seine Themen. Mensch und Tier, aber auch „komische“ Fabelwesen gehörten zu seinem Bildrepertoire. Alles entstand bei ihm aus einer Linie mit
magischer Kraft: Zeichnung, Aquarell, Mischtechnik, Holz- und Linolschnitte. Wilhelm Philipp wurde auf dem Waldfriedhof in DA beigesetzt. Ein Teilnachlass befindet sich im Kunst Archiv DA, dass 2009 eine Ausstellung seiner Arbeiten zeigte.