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Mozartturm

Der Mozartturm an der unteren Rheinstraße wurde 1939 unter dem Namen „Richthofenbunker“ als Flakstellung und Luftschutzbunker an strategisch wichtiger Stelle am Eingang zur Stadt errichtet. Das Geschütz war auf dem Dach montiert. Mit Kriegsende verlor der Bunker seine Funktion und wurde 1946/47 zu einem Obdachlosenheim umgenutzt. Nach dem Umzug in das Zentrum des Diakonischen Werks im Zweifalltorweg 1968/69, ging der Turm 1972 in Privatbesitz über. Der neue Eigentümer richtete hier ein Mozart-Archiv mit Tonstudio und Veranstaltungsraum ein, das dem Turm den heutigen Namen gab. 1975 kam noch eine Galerie hinzu. Seit 2002 besitzt der Mozartturm eine Turmkanzel aus Edelstahl, auf der ein Sendemast steht.

Lit.: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Stadt Darmstadt. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt – Denkmalschutzbehörde – Braunschweig, Wiesbaden 1994, S. 582; Engels, Peter: Darmstadt in der Stunde Null, Eine Ausstellung des Stadtarchivs Darmstadt aus Anlaß des 50. Gedenktags der Brandnacht vom 11./12. September 1944, Katalog, Darmstadt 1994, S. 8f, Darmstädter Tagblatt, 17.12.1969.