Stadtlexikon Darmstadt

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Kuhschwanzeck
Kuhschwanzeck mit Straßenlaterne und Gaststätte „Zur Ludwigshalle“, um 1905, Foto: Stadtarchiv Darmstadt

Volksmundbezeichnung für ein von der Ludwigshöhstraße in Bessungen abzweigendes Seitengässchen und den dadurch gebildeten kleinen Platz, an dem sich das älteste Bessunger Wohnhaus aus dem 17. Jahrhundert befindet. Das Kuhschwanzeck stellt den Beginn des alten Bessunger Viehwegs dar, auf dem früher die Herden zur Weide getrieben wurden, die heutige Klappacher Straße südlich der Orangerie. Der Weg führte südöstlich in den Bessunger Wald. Durch Bau des Orangeriegartens wurde er unterbrochen. Wann die Bezeichnung „Kuhschwanzeck“ aufkam, ist nicht bekannt. Die Namensgebung erfolgte vermutlich nach der Form des unterbrochenen Weges, möglicherweise auch nach der Form des Schwengels der Wasserpumpe, die sich früher auf dem Platz befand. Die Bebauung am Kuhschwanzeck, die den Zweiten Weltkrieg überstanden hatte, wurde bis auf ein Haus in den 1980er und 1990er Jahren abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Lit.: Kraft, Hanns: Die Namen der Gemarkung Bessungen, Darmstadt 1930, S. 47, 72.