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Herchenröder, Max

Kunsthistoriker, Denkmalpfleger
* 02.05.1904 Laboe
† 25.08.1987 Pfungstadt
Max Herchenröder studierte Nationalökonomie, Jura und Kunstgeschichte; 1929 promovierte er in Frankfurt/Main zum Dr. phil. mit einer Arbeit über fränkische Barockarchitektur. Sein ganzes Berufsleben als Denkmalpfleger war geprägt durch seinen Einsatz für die Erhaltung alter Bauten und Denkmäler. Mit der Bestandsaufnahme der erhaltenswürdigen Bauwerke und Denkmäler schuf er eine Basis für die Denkmalpflege in Hessen. Besonders wertvoll war seine Arbeit im durch die Brandnacht am 11.09.1944 völlig zerstörten DA; als Geschäftsführer des kulturellen Arbeitsausschusses (1948-1952) unter Vorsitz des jeweiligen OB war Herchenröder unermüdlich bestrebt, erhaltenswerte Bausubstanz wiederherzustellen, um das charakteristische Bild der Stadt so gut wie möglich zu bewahren. 1954 wurde er als erster Denkmalpfleger mit der Amtsbezeichnung „Landeskonservator" ausgestattet. Ehrenamtlich engagierte sich Herchenröder 1947/48 in der Mitbegründung des „Vereins der Förderer der Künstlerkolonie“ und Wiedergründung des Vereins für Ortsgeschichte „Alt-Darmstadt“ (Darmstadtia e. V.). In der Neuen Darmstädter Sezession war er ab 1966 zehn Jahre lang Geschäftsführer. Nicht nur in seinem Fachgebiet war Max Herchenröder schriftstellerisch tätig; seine lyrischen Texte und seine Anthologien fanden großen Anklang im Darmstädter Kulturleben. Am 02.05.1974 zeichnete ihn OB Heinz Winfried Sabais für seine kulturellen Leistungen mit der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung aus.