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Susemihl, Johann Conrad

Zeichner, Kupferstecher
* 1767 Rainrod bei Alsfeld
† 28.10.1846 Darmstadt
Johann Conrad Susemihl lernte bei dem Hofkupferdrucker Johann Carl Müller in Kassel. 1789 kamen er und sein Bruder, der Tiermaler und Zeichner Johann Theodor Susemihl (* 1772), nach DA, wo sie zunächst von Johann Heinrich Merck unterstützt wurden. 1793 schickte Landgräfin Luise ihn zur weiteren Ausbildung nach Dresden. Nach seiner Rückkehr wurde er im Jahr 1800 zum Hessen-Darmstädter Hofkupferstecher ernannt. Während Theodor 1805 nach Paris zog, baute Conrad in DA einen Verlag für Reproduktionsgrafiken und Werke zur Architektur- und Naturgeschichte auf. Sein wichtigstes Verlagswerk war die „Teutsche Ornithologie“ (1800-17), eine gestochene Sammlung deutscher Vögel, deren Präparate er größtenteils im Vogelkabinett des landgräflichen bzw. großherzoglichen Museums in DA vorfand. Die meisten der kolorierten Stichvorlagen (Hessisches Landesmuseum) stammen von Theodor und Conrad Susemihl sowie von Emerich Carl Seekatz. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Eduard (1806/07-14.08.1866) den Verlag.

Lit.: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Ulrich Thieme und Felix Becker, Bd. 32, S. 303-304; Joseph Wolf (1820-1899) Tiermaler, Katalog Darmstadt 2000, S. 80-87, 109-111.