Stadtlexikon Darmstadt

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Streuobstwiesen, Eberstadt
Foto: Roland Koch, Stadtarchiv Darmstadt

Die Eberstädter Streuobstwiesen liegen östlich der Siedlungsgrenze von Eberstadt. Sie beginnen fast unmittelbar östlich der Heinrich-Delp-Straße, reichen dann im Norden des Hetterbachtals bis an den Prinzenberg heran, im Süden ziehen sie sich über Steigertsweg und Mühltalstrasse hinweg bis zum Waldrand, im Osten werden sie von Prinzen-, Büchels- und Schleifberg begrenzt. Das Gebiet bildet mit über 50 Hektar Fläche die größte zusammenhängende Streuobstwiese der hessischen Bergstraße. Die Streuobstwiesen ersetzten Mitte des 19. Jahrhunderts Weinberge (Weinbau), ihre Landschaft weist unterschiedliche Biotope auf: Neben trockenen Obstwiesen mit Zwerggras gibt es Hecken und feuchte Wiesen mit wassernahen Pflanzen. Die Wiesenlandschaft verfügt über seltene Tierarten und alte Obstsorten (Pflanzenwelt). 1993 wurde eine Kinder- und Jugendfarm am Steckenbornweg gegründet, die vor allem eine Schafherde unterhält, mit deren Hilfe die Wiesen instand gehalten werden. 1995 wurde der Verein „Freundeskreis Eberstädter Streuobstwiesen“ gegründet, der sich für Erhalt und Pflege der Wiesen einsetzt. Seit 2005 betreibt der Verein einen Naturkindergarten. 2011 wurde das Streuobstwiesenzentrum saniert.