Stadtlexikon Darmstadt

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Steinbergviertel
Blick von der Kraftsruhe über den noch unbebauten Süden des Steinbergviertels auf Marienhospital und neue Kasernenanlagen, Ende 1930er Jahre, Foto: Ernst Luckow, Stadtarchiv Darmstadt

Dieses Viertel liegt im Süden DAs und hat den Namen von dem felsigen Gelände eines Berghangs. Es reicht vom Jüdischen Friedhof im Westen bis zur Nieder-Ramstädter Straße und zum Böllenfalltorstadion im Osten – verbunden durch den Steinbergweg – sowie vom Heinrichwingertsweg mit der Kraftsruhe im Süden bis zur Jahnstraße im Norden – mit der Fichtestraße als Verbindung. Dieses Gebiet wurde seit den 1930er Jahren bebaut und ist bis heute ausschließlich Wohnbereich – geprägt durch zahlreiche Einzelhäuser, überwiegend mit Villencharakter, mehrere von ihnen stammen von dem Architekten Sixtus Grossmann. Das im Krieg vergleichsweise wenig zerstörte Viertel wurde seit den 1950er Jahren vor allem im Westen und Osten ausgebaut oder verdichtet. Die Hanglage, die zahlreichen Gärten sowie der reiche Baumbestand und Naturdenkmäler machen das Steinbergviertel zu einem beliebten Wohngebiet. Prominenter Bewohner war Heinrich von Brentano, der erste Außenminister der Bundesrepublik Deutschland.

Lit.: Heinemann, Wilhelm: Der Steinberg. Eine kleine Chronik des Darmstädter Stadtteils, Darmstadt 2016.