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Design Zentrum Hessen e. V. (DZH)
Haus Ostermann im Eugen-Bracht-Weg, errichtet von Alfred Messel, 1909, heutiger Sitz von Hessen Design e.V., Foto: Stadtarchiv Darmstadt

(Gründung als e. V. 02.03.1989) Ausgangspunkt waren Erwägungen in der Hessischen Landesregierung und im Landtag 1988, ein Design Zentrum für Hessen in DA zu errichten. Der früher in DA und jetzt in Frankfurt/Main angesiedelte Rat für Formgebung begriff sich als nationale Einrichtung und Vertretung für das Design in Deutschland. Das DZH sollte Design als kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Qualitätsfaktor transparent machen und seine effizientere Anwendung fördern. Damit sollte die Steigerung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit hessischer Unternehmen durch Design verbessert und der Wirtschaftsstandort Hessen gestärkt werden. Arbeitsbereiche sind die neutrale Designberatung, projektbezogene Designförderung, Qualifikation und Weiterbildung von Design, Designtransfer und die Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Hessen. Die Arbeit steht auf einer breiten Basis der Träger und Förderer: Hessisches Wirtschaftsministerium, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Hessischen IHKs, der Handwerkskammer Rhein-Main, der Hessischen Hochschulen (ohne Uni Frankfurt/Main), zahlreichen Unternehmen und Designern. Zu diesen Hauptaufgaben treten begleitende, auch überregionale Ausstellungen, Publikationen und Symposien, die die Arbeit des DZH einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Das DZH wird hauptberuflich geleitet und zieht je nach Bedarf freie Mitarbeiter hinzu. Hauptförderer ist der Hessische Minister für Wirtschaft. Im Hause des DZH, dem Design-Haus, war bis 2008 das Institut für Neue Technische Form (INTEF) angesiedelt, bis 2005 war dort auch die Braun-Sammlung der Braun AG untergebracht. Das Design-Haus gehört dem Land Hessen, das es für die genannten Einrichtungen zur Verfügung stellte. Das DZH ist gemeinnützig, der Vorstand erarbeitet mit den Trägern und der Geschäftsführung das Programm. Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand auf jeweils zwei Jahre. Der Vorsitzende wird alternierend von der Wirtschaft, der Wissenschaft und von freien Designern gestellt.

Lit.: Wissenschaftsstadt Darmstadt. Wissenschaft in Darmstadt, hrsg. von der TU Darmstadt, 3. Aufl., Darmstadt 2001, S. 15-18.