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Warschauer, Frank

Dichter
* 22.04.1892 Darmstadt
† 14.05.1940 Niederlande
Die Familie siedelte sich aus beruflichen Gründen, der Vater war Staatswissenschaftler, in Berlin an. Erst mit dem Aufkommen des neuen Mediums Rundfunk Anfang der 1920er Jahre trat Frank Warschauer in Erscheinung. Neben seiner Tätigkeit als Sendungskritiker schrieb er Hörspiele und publizierte Aufsätze. Seine Gedichte erschienen in der „Weltbühne“, ihre Stilnähe zum Expressionismus ist unverkennbar. Als Jude und Linker war er gezwungen, Deutschland zu verlassen. Über Prag führte ihn sein Weg in die Niederlande, dort nahm er sich nach dem Einmarsch der Wehrmacht das Leben. Arbeiten über Warschauer sind in der Zeitschrift „Rundfunk und Geschichte“ sowie „Literaturwissenschaft und Linguistik“ erschienen.

Lit.: Steinbeck, Udo: Jüdische Spuren in Darmstadt VIII, Darmstadt 2003.