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Nahariya

Die israelische Stadt Nahariya ist sowohl Darmstadts jüngste Partnerstadt als auch die jüngste Stadt unter den 17 Partnerstädten. Sie hat rund 63.000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt im Norden Israels, etwa 10 Km südlich der Grenze zum Libanon, und an der Mittelmeerküste in der Provinz West-Galiläa. Gegründet wurde Nahariya 1935 von ca. 100 deutschen Einwandererfamilien, die vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten geflüchtet waren. Damit wurde der Ort auch zu einem Zentrum deutschsprachiger Kultur in Israel. In den Anfangsjahren lebten die Siedlerfamilien von der Landwirtschaft, dazu gab es kleine Handwerksbetriebe. Allmählich wandelte sich der Ort zu einem Zentrum der Lebensmittelindustrie. Inzwischen ist der Tourismus der dominierende Wirtschaftszweig. Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind der Botanisch-Zoologische Garten und das Stadtmuseum „Beit Lieberman“, welches sich auch den deutsch-geprägten Anfängen von Nahariya widmet.
Sigi Keren, der damalige Vize-Bürgermeister Nahariyas, knüpfte nach seiner Pensionierung Kontakte zu alten Freunden nach Darmstadt und auch zu Stadtjugendpfleger Berthold Schmidt. Die erste Jugenddelegation besuchte Darmstadt im August 1975. Im November 1976 war Bürgermeister Scharir aus Nahariya erstmals in Darmstadt zu Gast. Im April 1979 präsentierte die Stadt im Staatstheater eine Ausstellung über Nahariya. Die Städtefreundschaft wuchs im Rahmen regelmäßiger deutsch-israelischer Jugendbegegnungen. 1983 wandte sich OB Günther Metzger an Nahariya mit dem Angebot, die Kontakte zwischen beiden Städten auf eine breitere Basis zu stellen. Das Büro für Städteverschwisterung organisierte im selben Jahr die erste Bildungsreise nach Nahariya. Es folgten weitere Studienreisen mit verschiedenen Bildungsträgern.
Die Beziehungen zwischen beiden Städten gestalteten sich lange Jahre im Rahmen einer Städtefreundschaft, auch nach den ersten offiziellen Begegnungen auf Verwaltungsebene. In den vergangenen Jahren wuchs in Darmstadt der Wunsch, diese Freundschaft in eine offizielle Partnerschaft zu überführen. Deshalb beschloss der Magistrat am 31. Mai 2023 die Begründung der neuen Städtepartnerschaft.