Stadtlexikon Darmstadt

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Hergenhahn-Dinand, Inge

Malerin, Grafikerin
* 14.08.1907 Darmstadt
† 11.05.2003 Frankfurt/Main
Inge Hergenhahn-Dinand besuchte die Viktoriaschule und studierte 1925 bei Peter Rasmussen an der Städelschule in Frankfurt am Main. 1927 wechselte sie in die Malklasse zu Max Beckmann, dessen Meisterschülerin sie nach Abschluss ihres Studiums 1932 wurde. In der Bücherstube von Alfred Bodenheimer fand 1928 ihre erste Ausstellung statt. Nach Evakuierung, Ausbombung, Flucht und dem Verlust aller Arbeiten, begann Hergenhahn-Dinand nach 1946 in Nierstein/Rhein wieder künstlerisch zu arbeiten. Es entstand ein umfangreiches grafisches Werk – Holzschnitte, Lithografien, Radierungen – mit dem sie regelmäßig an der Ausstellung „Farbige Graphik“ der Kestner-Gesellschaft in Hannover teilnahm. Von 1957 bis 1978 leitete sie Sommerkurse auf Sylt. Ihr Werk zeichnet sich durch die Prägnanz des Umrisses und die Zartheit des Ausdrucks aus. Ihre Sehweise und die Qualität der malerischen Mittel wusste Hergenhahn-Dinand wirksam einzusetzen. Den größten Teil ihres Lebens verbrachte sie in Frankfurt.

Lit.: Der Weibliche Blick. Vergessene und verschollene Künstlerinnen in Darmstadt 1880-1950, Ausstellungskatalog hrsg. von Claus K. Netuschil, Kunst Archiv Darmstadt 2013, S. 118-121.