Stadtlexikon Darmstadt

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Christuskirche

(Scheppallee 2) Die Kirche der Ev.-methodistischen Gemeinde wurde 1952 von der Ev. Gemeinschaft errichtet, die bis dahin keine eigene Kirche besaß und seit 1913 ihre Gottesdienste an verschiedenen Orten in DA feierte. Ihr Gemeindehaus wurde 1944 zerstört. Die Methodistenkirche DA war 1927 entstanden und hatte ein Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße 38. Als sich weltweit 1968 die Ev. Gemeinschaft mit der Bischöflichen Methodistenkirche zur Ev.-methodistischen Kirche (EmK) vereinigte, schlossen sich auch die beiden hiesigen Gemeinden zusammen. Die vereinigte Gemeinde traf sich nun in der Kirche in der Scheppallee. Das Gebäude ist 1988 grundlegend saniert und erweitert worden. Im Glockenturm hängt die Friedensglocke, die am 10. Jahrestag der Darmstädter Brandnacht geweiht wurde. Die Gemeinde in DA bildet seit 2000 zusammen mit der EmK-Gemeinde Dreieich-Sprendlingen einen Bezirk, der im Jahr 2014 80 Mitglieder, 63 Kirchenangehörige (meist Kinder) und einen großen Freundeskreis umfasste. Seit 2002 trägt die östliche Außenwand der Kirche das Symbol der EmK: das Kreuz auf der Weltkugel. Die EmK ist eine ev. Freikirche, die für ihre Mitgliedschaft das bewusste Glaubensbekenntnis voraussetzt. Sie finanziert sich durch die Spenden ihrer Mitglieder. Kirchengründer war der anglikanische Pfarrer John Wesley (1703-1791), die prägende Gestalt einer religiösen Erweckungsbewegung, die in England entstand und später mit den Auswanderern Amerika erreichte und 1784 eine Kirche wurde.

Lit.: Geschichte der Evangelisch-methodistischen Kirche, Christliches Verlagshaus, Stuttgart 1982.