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Christaller, Helene
Helene Christaller, Zeichnung von Else Wohlstätter 1912, Stadtarchiv Darmstadt

(geb. Heyer)
Schriftstellerin
* 31.01.1872 Darmstadt
† 24.05.1953 Jugenheim
Die Tochter der Elisabeth geb. Walther und des Rechtsanwalts Friedrich Heyer besuchte die von Jeanette Hofmann gegründete Höhere Mädchenschule. 1890 heiratete sie den Schriftsteller und Pfarrer Erdmann Gottrein Christaller. Drei Töchter und einen Sohn hat sie geboren. Die Familie lebte bis 1903 im Schwarzwald, danach in Jugenheim. Da ihr Mann gegen die Schule war, unterrichtete sie ihre Kinder selbst. Die Ehe wurde 1917 geschieden. Ihre literarische Tätigkeit begann sie Ende der 1890er Jahre. Ab 1902 publizierte sie Romane und Erzählungen in z. T. hohen Auflagen. Sie war Mitarbeiterin zahlreicher Zeitungen (u. a. von Friedrich Naumanns „Hilfe“ und Helene Langes „Die
Frau“). 2001 wurde der Helene-Christaller-Weg in Kranichstein nach ihr benannt.

Lit.: Neue Deutsche Biographie. Hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 3, S. 218; Esselborn, Karl: Hessische Lebensläufe, Darmstadt 1979, S. 67-75.