Stadtlexikon Darmstadt

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Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen

Die Stadt DA richtete 1968 als erste Kommune in Hessen die Darmstädter Werkstätten für Behinderte im Heimstättenweg mit zunächst 20 Betreuungsplätzen ein. Ziel war die Eingliederung geistig behinderter Menschen in die Arbeitswelt. Bereits 1975 wurde die Werkstatt auf 120 Plätze erweitert. 1981 eröffnete man zur Betreuung und Rehabilitation für psychisch Kranke eine Zweigwerkstatt mit 40 Plätzen. Im gleichen Jahr nahm das Wohnheim für geistig Behinderte mit der Bezeichnung „Kurt-Jahn-Anlage“ seinen Betrieb auf; in modernen gut und zweckmäßig ausgestatteten Häusern begann die wohnliche Betreuung mit 32 Einzel- und 6 Doppelzimmern. 1992 konnte dieses Wohnheim um 32 weitere Heimplätze auf insgesamt 76 Wohnplätze erweitert werden. Mit dem Umzug 1989 in neue Räume im Schreberweg 2 standen 162 Plätze für Menschen mit geistiger Behinderung zur Verfügung. 1990 richtete man in dieser Einrichtung eine Tagesförderstätte für schwerst- und mehrfach behinderte Menschen ein, im Jahr darauf wurde die Werkstatt zur Betreuung und Rehabilitation für psychisch kranke Menschen auf vorerst 70 Plätze erweitert. 1992 zogen drei behinderte Männer in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Rhönring. Diese Außenwohngruppe für geistig behinderte Menschen wurde 2003 um weitere Wohnungen auf z. Zt. zehn Plätze erweitert. Heute werden über 330 Betreuungsplätze in Werkstätten, Wohnheimen und Außenwohngruppen für geistig und seelisch behinderte Menschen angeboten; über hundert städtische Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen sind in Betreuungs-, Verwaltungs- und Technikbereich dieses 2005 in einen Eigenbetrieb umgewandelten Bereiches beschäftigt. Ziel und Zweck der Einrichtung war und ist, den behinderten Menschen Wohnmöglichkeiten anzubieten, in denen sie zeitlebens verbleiben können, sowie für diejenigen Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten zu schaffen, die wegen der Art oder der Schwere der Behinderung nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Das 1981 in Mühltal-Trautheim eingerichtete „Haus Elim“ als Wohnheim für seelisch behinderte Menschen mit 20 Plätzen und 4 Wohnplätzen wurde 2003 in die Trägerschaft der Caritas übergeben.