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Arndt, Alfred

Architekt, Gebrauchsgrafiker
* 26.11.1898 Elbing/Westpreußen
† 07.10.1976 Darmstadt
Aus dem Arbeitermilieu kommend, begann Alfred Arndts Laufbahn mit einer Zeichnerlehre in Elbing. Nach einer Anstellung als Zeichner, später als Bauführer in Danzig, wurde es ihm durch die Unterstützung eines Förderers ermöglicht, die Gewerbeschule in Elbing zu besuchen. Als Anhänger der Wandervogelbewegung kam er 1921 auf einer Deutschlandwanderung auch nach Weimar, erfuhr vom Bauhaus und wurde aufgenommen. Das Studium der Wandmalerei schloss er dort 1924 mit der Gesellenprüfung ab. Er entwickelte Farbgestaltungen für einzelne, von Walter Gropius entworfene Häuser (u. a. Haus Auerbach, Jena) und bildete sich architektonisch weiter. Als freischaffender Architekt entwarf er 1926 bis 1929 das „Haus des Volkes“ in Probstzella, sein Hauptwerk. Von 1929 bis 1931 leitete er als „Meister“ die Ausbau-Werkstatt am Bauhaus in Dessau. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Arndt mit seiner Familie nach DA. Er entwarf überregional Gebäude für mittelständische Industriebetriebe sowie eine Reihe von Einfamilienhäusern (u. a. Wohnhaus mit Galerieanbau für Karl Ströher, DA 1957). Seit 1960 gehörte er dem Vorstand des Bauhaus-Archivs an, das sich im Ernst Ludwig-Haus (MKKD) auf der Mathildenhöhe angesiedelt hatte. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof in DA.

Lit.: Wolsdorff, Christian: In der Vollendung liegt die Schönheit. Der Bauhaus-Meister Alfred Arndt 1898-1976, Berlin 1999.